Artikel mit dem Tag »Veranstaltung«

Beim Aufräumen gefunden

von Christian Flöter am 17.08.2011 08:52

Beim Aufräumen habe ich noch einen Artikel im Odenwälder Boten zu Tareks Besuch gefunden, den ich hier nachtragen möchte. Ich habe allerdings die innige Allianz zwischen SPD und CDU für das mangelnde Interesse der Bürgerinnen und Bürger an der Politik verantwortlich gemacht. Zu Zeiten der rot-grünen Kooperation herrschte ein anregender Wettbewerb um die besseren Ideen zwischen den Kooperationspartnern, der der politischen Kultur in unserer Stadt gut getan hat. Hier der Artikel aus dem Odenwälder Boten vom 9. August 2011

Jochen Partsch in Groß-Umstadt

von Christian Flöter am 12.08.2011 09:55

Am 11. August kam der Darmstädter Oberbürgermeister Jochen Partsch nach Groß-Umstadt, um mich bei meinem Wahlkampf zu unterstützen.

OB Jochen Partsch in Groß-Umstadt

In einer kleinen Runde diskutierten wir mit unseren Gästen angeregt über Kommunalpolitik im 21. Jahrhundert. Auch der Darmstädter Oberbürgermeister hatte das Thema Bürgerbeteiligung in seinem Wahlkampf thematisiert. Große Infrastrukturprojekte wie die Nordostumfahrung in Darmstadt oder der Stuttgarter Hauptbahnhof müssen genauso mit der Bürgerschaft verhandelt werden, wie die Erweiterung der Kinderbetreuung oder die Sanierung der öffentlichen Finanzen. Darmstadt hat sich auf den Weg gemacht, in Groß-Umstadt haben wir bereits Erfahrungen, werden aber auch hier unsere Beteiligungskonzepte weiter entwickeln und den geänderten Bedürfnissen anpassen.

Energiegenossenschaft

von Christian Flöter am 04.08.2011 09:12

Auf dem ersten Stammtisch für Erneuerbare Energien der Groß-Umstädter Grünen am 1. August war Emil Lauerwald von der Energiegenossenschaft Starkenburg zu Gast, um über ihre Gründungen und Aktivitäten zu berichten.

An der Bergstraße haben sich im letzten Herbst 13 Personen zusammengefunden, die sich schon lange gegen die Nutzung der Atomkraft engagiert haben. Als die Bundesregierung im letzten Herbst die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke beschloss, waren sie sich schnell einig, selbst in die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien einzusteigen. Am 15. Dezember wurde die Energiegenossenschaft Starkenburg gegründet, die Eintragung ins Genossenschaftsregister und die Anerkennung durch den Dachverband erfolgt dann im März 2011. Heute hat die Genossenschaft bereits 240 Mitglieder, mit steigender Tendenz; über 140 Anfragen warten auf Bearbeitung. Die Verwaltung der Genossenschaft erfolgt bisher ausschließlich ehrenamtlich in den Abendstunden und am Wochenende.

Aus Sicht der Genossenschaft gehört Groß-Umstadt zur Region Starkenburg. Umstädter Bürgerinnen und Bürger sind als Mitglieder willkommen, genauso wie Projektvorschläge aus Groß-Umstadt.

Mit solarSTARK1 und SolarSTARK2 hat die Genossenschaft bereits 2 Fotovoltaik-Anlagen in Betrieb genommen. Die eine befindet sich auf dem Dach der Werksgebäude von der Firma ESM GmbH in Heppenheim. Sie bedeckt eine Fläche von 1.000 m2 hat eine installierte Leistung von 140 kW. Die Grundsteinlegung für WindSTARK1, eine Windkraftanlage, hat am 30.07.2011. auf der Neutscher Höhe stattgefunden. Viele weitere Projektanfragen werden von den Mitgliedern aber auch von Interessierten eingebracht, darunter auch eine erste Idee für eine Wasserkraft -Anlage. Ideen zur Energiespeicherung in Form von „green gas“, das mit Strom erzeugt und in das Erdgasnetz eingespeist wird, werden bereits diksutiert.

Die Gründungsmitglieder haben sich bewusst für die Form der Genossenschaft entschieden. Die Idee geht auf Friedrich Wilhelm Raiffeisen zurück, der 1847 den ersten Hilfeverein für zur Unterstützung der notleidenden Landbevölkerung ins Leben rief und 1862 mit dem „Heddersdorfer Darlehnskassenverein“ die erste Genossenschaft  gründete.

Das Genossenschaftsmodell ist besonders geeignet, wenn das  Allgemeinwohl  und die Selbsthilfe im Mittelpunkt stehen, dafür eine geringere  Rendite in Kauf genommen wird. Auf die Stromerzeugung übertragen bedeutet das, dass die Menschen, die unter einer Fotovoltaik oder neben einer Windkraftanlagen leben, arbeiten, lernen oder beten auch an dem wirtschaftlichen Erfolg beteiligt werden. Der Gewinn aus der Stromerzeugung fließt nicht für Erdgas oder Öl ins Ausland, sondern bleibt in der Region und stärkt die Kaufkraft vor Ort. Die Fachleute sprechen von regionaler Wertschöpfung. 

Und Gewinn wird es geben. Die Sonne strahlt  rund 15.000 mehr Energie auf die Erde ein, als die Menschheit zurzeit verwendet. Wir müssen sie als Sonnenstrahlung, Wind, Wasser und Biomasse nur in eine Form, die wir nutzen können, umwandeln und verteilen. Dafür wird die Energiegenossenschaft Starkenburg weiter in Stromerzeugungsanlagen investieren, bei entsprechenden Projektideen auch in Groß-Umstadt.

Der Anteil, den ein Mitglied in die Genossenschaft einbringen muss beträgt 2.000 €. Davon sind 200 € der eigentliche Genossenschaftsanteil und 1.800 € ein Kredit für den Bau von Stromerzeugungsanlagen. Mit dem 1. Tag der Einspeisung ins Netz wird der Kredit mit 4,25% verzinst, ab dem 4. Jahr erfolgt die Rückzahlung. Jeder Anteil spart über die Laufzeit von 20 Jahren ca. 20 t CO2 ein. Jedes Mitglied hat in der Mitgliederversammlung 1 Stimme unabhängig davon, wie viele Anteile es erworben hat. Damit soll der basisdemokratische Charakter der Organisation erhalten bleiben. Überschüsse, die nicht in neue Projekte investiert werden, werden auf die Anteile ausgeschüttet.

Bürger nehmen die Sache selbst in die Hand, damit die Energiewende und damit auch der Klimaschutz vorankommen. Energie in Bürgerhand ist damit die Hoffnung und eine Zukunftsvision auf eine weniger zerstörerische Lebensweise. Ist das auch ein Modell für Groß-Umstadt?

Infostand

von Christian Flöter am 31.07.2011 09:05

Der Infostand gehört zu den klassischen Instrumenten im Wahlkampf. Er wird mitten auf dem Marktplatz aufgebaut und dient dazu, mit den Wählerinnen und Wählern ins Gespräch zu kommen. Wir wollen unsere Botschaft (Wählt Christian zum Bürgermeister) unter das Volk bringen und kleine Geschenke (Bleistifte), machen auf unsere Veranstaltungen aufmerksam und bekommen im Gegenzug dafür Anregungen, Kritik, Zustimmung und vor aller Ermutigung ("find ich toll, dass Sie das machen").

Der Infostand kann von unterschiedlicher Beschaffenheit sein. Der Ortsverband hat vor vielen Jahren durch eine Spende einen kleine Marktstand anschaffen können. Der ist aus Holz und Leinewand, sieht gut aus, ist schwer und von 2 Personen auch nur schwer aufzubauen. Die kleiner Alternative ist der Tapeziertisch. Umrahmt mit 2 Plakataufstellern und dekoriert mit einer grünen Schürze bildet auch diese Kombination durchaus einen Blickfang auf dem Marktplatz.

Auch wenn ich als Einzelperson am 14. August  zur Wahl stehe, kann ich die ganze Logistik nicht allein stemmen. Deshalb sind Helfer sehr wichtig. Ich bedanke mich besonders bei unserer Stadtverordneten Christiane Roelle und unserm Stadtrat Klaus Dummel für die Hilfe am gestrigen Infostand. Dank auch an die anderen aus dem Ortsverband, die z einem Plausch vorbeigekommen sind, denn von 9 bis 12 Uhr kann die Zeit schon ganz schön lang vor.

Es gibt noch 2 weitere Infostände an den kommenden Samstagen und ich freue mich, euch dann auf dem Marktplatz zu treffen.